Zwischenstop in Augsburg

Am Morgen verließ ich, gemeinsam mit meinem Bruder, die Wohnung und fragte einen älteren Herrn, wie ich zur Autobahn Richtung Stuttgart käme. So nahm ich Bus und Bahn und kam schießlich an die Straße, die stadtauswärts führt. Ich lief die Straße entlang und hielt mein Schild nach hinten, wenn ein Auto kam. Nach einer Weile hielt eine Frau mittleren Alters, die angab, nur wegen Tetris angehalten zu haben – nach dem Motto: wenn er einen Hund hat, kann er kein schlechter Mensch sein. Sie brachte mich zum Hauptbahnhof, obwohl sie eigentlich viel früher abfahren hätte müssen.

Wie auch in München war es unmöglich freies WLAN zu finden. Nicht einmal der Starbucks hatte welches. So lief ich planlos umher, in der Hoffnung irgendwo ein Netzwerk zu finden. Endlich fand ich einen Mc Donalds und rief Felipe an, der zu dieser Zeit mit Caroline hier in Augsburg war. Er nannte die Haltestelle und ich wartete auf die S-Bahn. Dabei kam eine ältere Dame auf mich zu und gab mir 10 € in Münzen – für den Hund, wie sie sagte.

An der Haltestelle Kulturstraße traf ich Felipe und wir liefen zu dem Haus, in dem Caroline wohnt. Überall standen Musikinstrumente herum. Im Wohnzimmer, wo man einen Fernseher erwarten würde, stand ein Klavier. Ich fühlte mich sofort wohl, obwohl das Haus zu der Zeit leer war. Tetris liebte den Garten und rannte wie wild hin und her. Nach einer Weile gingen wir etwas spatzieren und aßen im Burger King.

Als wir zurück kamen, war noch keiner zurück und so baute ich mein Zelt im Garten auf, in dem wir etwas dösten. Später kam Caroline und weitere Mitbewohner – alles sehr nette Leute. Wir unterhielten uns über dies und das und irgendwann ging ich dann in mein Zelt um zu schlafen. Tetris verließ das Zelt und schlief im Wohnzimmer auf der Couch, wo ich auch hätte schlafen können. Doch ich bevorzugte meinen Zeltplatz, der sich in Mitten einer Halbkugel aus einem hölzernen Skelett befand – erinnerte mich stark an das Iglu im Magic Garden in Riga.

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