Ostern bei der Familie

Ich wollte mogens gleich weiter um nicht zu viel Zeit zu verlieren. Felipe und Caroline begleiteten mich. Wir nahmen die S-Bahn und ich geriet in eine Kontrolle. Die Kontrolleure hielten mich fest und riefen die Polizei, die kurz darauf kam. Ich gab an, dass ich keinen festen Wohnsitz habe und während die eine Polizistin mir eine Moralpredigt hielt, prüfte der andere meine Personalien. Kurz darauf kam er zurück und gab mir meinen Perso mit den Worten: „Wir machen da nichts. Glück gehabt.“

Es war schönes Wetter und so liefen wir das restliche Stück bis zur Autobahn. An der Brücke verabschiedeten wir uns, ich überquerte diese und kletterte nach unten. Eine Einfahrt, die Haltemöglichkeit bot, sah nicht sehr günstig aus. Doch schon nach etwa zwanzig Minuten hielt jemand an und brachte mich fast bis nach Stuttgart. An einer belebten Raststätte stand ich keine halbe Stunde und wurde direkt bis nach Landau mitgenommen – in drei Stunden von Augsburg nach Landau. Schneller wie jeder Bus.

So kam ich an Karfreitag bei meiner Mutter an und blieb über Ostern dort. Meine beiden Brüder waren auch da und wir verbrachten eine schöne Zeit zusammen. Ich besuchte ein paar Freunde und am Ostermontag kam sogar meine Großmutter zum Essen vorbei.

Ich bekam eine neue Hose, Schuhe, einen Frisbee und eine PH-neutrale Seife und wurde schließlich bis nach Calais gefahren. Ich wusste, dass es in Calais auch eine Organisation gibt, die mit Geflüchteten arbeitet und wollte mir das mal ansehen, wenn ich schon mal dort bin. Wir kamen jedoch spät an und das Tor war bereits verschlossen. So baute ich mein Zelt auf und übernachtete dort.

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